Feinarbeit: Die Einstechbahn
Als Vorbereitung für das Rahmennähen wird nun auf der Unterseite der Brandsohle die Einstechbahn, mit der Schaft, Rahmen und Brandsohle später verbunden werden, eingearbeitet (das sogenannte "Rangieren"). Die Einstechbahn besteht aus zwei parallel verlaufenden Rißlinien, durch die später eingestochen und genäht wird. Die Fläche der Brandsohle, die später der Absatz einnehmen wird, wird dabei ausgespart.
Bei gleichmäßigem Abstand zum Rand der Brandsohle wird die äußere Rißlippe eingezeichnet und dann mit einem sogenannten Rißöffner "geöffnet", also aufgestellt. Entsprechend der Tiefe des Risses wird der äußere Rand der Brandsohle nun weggehobelt ("abgelassen"), und es entsteht eine kantige Abstufung (6).
Anschließend wird die innere Rißlinie mit etwa 10 mm Abstand parallel zur äußeren eingeritzt und geöffnet. Auf der Innenseite dieser Rißlippe wird die Brandsohle wieder abgelassen, so daß die Einstechbahn als deutlich höher liegende Kante ringsum auf der Brandsohle verläuft (7).
Nun kann die Brandsohle vorgestochen werden, wobei von innen nach außen durch die Einstechbahn feine Kanäle eingearbeitet werden, die später zum Rahmennähen benötigt werden (8).