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Die Entstehung des Maßschuhs (2)

Die Seele des Schuhs

Die eigentliche "Schuhmacherei" beginnt dann bei der Brandsohle, der "Seele" des Schuhs. Sie wird vom Schuhmacher entsprechend der Leistenform aus Leder zugeschnitten. Die Brandsohle wird vor ihrer Anbringung an den Leisten "geglast", also mit einem Glasstück abgeschabt, damit sie weich und flexibel wird. Mit der Narbenseite dem Fuß zugekehrt, wird die feuchte und etwas durchgeklopfte Brandsohle dann an den Leisten geheftet. Damit sie genau die Form der Fußsohle annimmt, muß sie anschließend kräftig über den Leisten "gewalkt", also gleichmäßig Stück für Stück in jede Richtung gezogen und mit sogenannten Walkstiften festgezwickt werden. Wenn die Brandsohle nach dieser Prozedur wieder getrocknet ist, werden die Walkstifte entfernt. Nur die Heftstifte, mit denen die Brandsohle am Leisten haftet, bleiben. Entlang der Leistenkante muß die Brandsohle nun beschnitten und dem Umriß der Fußsohle angepaßt werden (5).





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